Klima

März 2025: mild, sonnig und teils nass

Vorläufige Monatsbilanz der GeoSphere Austria: Im Tiefland Österreichs Platz 12 in der Reihe der wärmsten März-Monate der Messgeschichte, auf den Bergen Platz 11.

Wie für einen März typisch gab es in den letzten Wochen frühlingshaftes und winterliches Wetter. Zum Beispiel wurden am 6. März 2025 in Bad Vöslau (N) 24,1 Grad gemessen und Ende des Monats schneite es bis in viele Täler – zum Beispiel bildete sich in Mariazell, Ramsau/Dachstein (beide ST) und in Seefeld (T) eine mehrere Zentimeter dicke Schneedecke.

Einer der wärmsten März-Monate der Messgeschichte

„Insgesamt überwogen die überdurchschnittlich warmen Wetterlagen“, sagt Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria, „in der vorläufigen Auswertung liegt der März 2025 daher im Tiefland Österreichs um 1,7 Grad über dem Mittel der Klimaperiode 1991 bis 2020 und auf den Bergen um 2,3 Grad. Das ergibt im Tiefland Österreichs Platz 12 in der Reihe der wärmsten März-Monate der 259-jährigen Messgeschichte und auf den Bergen Platz 11 in der 175-jährigen Gebirgsmessreihe.“

Im Vergleich zur Klimaperiode 1961-1990 lag der März 2025 im Tiefland um 3,0 Grad und auf den Bergen um 3,6 Grad über dem Mittel.

Niederschlagsreichster März seit 16 Jahren

Die Niederschlagsmenge lag im März 2025 in der österreichweiten Auswertung um 37 Prozent über dem vieljährigen Durchschnitt. Nach vielen deutlich zu trockenen März-Monaten in den letzten Jahren war das der niederschlagsreichste März seit 2009 (damals +74 Prozent).

Regional gab es im März 2025 aber deutliche Unterschiede in der Verteilung des Niederschlags: Im Westen Österreichs fiel größtenteils 15 bis 30 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Mittel. In Vorarlberg waren es stellenweise sogar 50 bis 70 Prozent weniger. Überdurchschnittlich nass war es im Gebiet von Unterkärnten über die Steiermark und das Burgenland bis Niederösterreich. Hier gab es in vielen Regionen zumindest 30 bis 70 Prozent mehr Niederschlag als in einem durchschnittlichen März. Besonders niederschlagsreich war es im Südosten Österreichs, von der Koralpe bis zur Laßnitzhöhe, mit 150 bis 200 Prozent mehr Niederschlag als im Durchschnitt.

Nord-Süd-Unterschiede bei Neuschneemenge

Auf den Bergen, oberhalb von 1.500 Meter Seehöhe, fiel im März 2025 an der Nordseite der Alpen um etwa 30 bis 60 Prozent weniger Neuschnee als im vieljährigen Mittel. An der Südseite der Alpen entsprach die Neuschneemenge in diesem März ungefähr dem Durchschnitt.

„In den tiefen Lagen Österreichs, zum Beispiel in den Landeshauptstädten, gab es im März 2025 keine nennenswerten Schneemengen“, sagt Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria, „das war auch in den März-Monaten der letzten 15 Jahren oft der Fall. Vor den 2010er-Jahren gab es hingegen auch im März einigermaßen regelmäßig in tiefen Lagen noch etwas Neuschnee.“

Größtenteils recht sonnig

Die Zahl der Sonnenstunden lag im März 2025 gemittelt über die gesamte Fläche Österreichs um 11 Prozent über dem vieljährigen Mittel. Am sonnigsten war es dabei im Norden und Osten Österreichs. Etwas trüber als im Durchschnitt war es vor allem in Osttirol und Oberkärnten.

Relativ früher Blühbeginn

Nach den eher durchschnittlichen Temperaturen im Februar beschleunigte der sehr milde März die Entwicklung der Vegetation.

Zum Beispiel war der Blühbeginn der Saalweide mit 6. März 2025 (Mittel aller Beobachtungen in Österreich) um sechs Tage früher als in einem durchschnittlichen März im Zeitraum 1991 bis 2020 und um 15 Tage früher als im Zeitraum 1961 bis 1990.

Der Blühbeginn der Marille lag mit dem Einsetzen am 22. März 2025 um sechs Tage vor dem langjährigen Mittel im Zeitraum 1991 bis 2020 und um 17 Tage vor dem Mittel 1961 bis 1990.