Folge 25: Tatort Wetter: Dem Schaden auf der Spur
Am 1. März 2008 zieht Sturmtief Emma über Österreich. Während die Wetterstation Braunau/Ranshofen „nur“ 104 km/h misst, knicken wenige Kilometer entfernt mehrere Hochspannungsmasten um. Wie passt das zusammen? War der Sturm tatsächlich stärker, als die Messdaten vermuten lassen?
Gemeinsam mit Alois Holzer, Leiter des European Severe Storms Laboratory (ESSL), gehen wir dieser Frage auf den Grund. Wir sprechen über forensische Meteorologie und darüber, wie sich anhand von umgestürzten Bäumen, beschädigten Gebäuden und anderen Spuren rekonstruieren lässt, wie stark der Wind tatsächlich war.
Außerdem erfahren wir, warum Baumart und Bodenbeschaffenheit eine wichtige Rolle spielen, wie Windkarten ohne Messstationen entstehen und woran man einen Tornado von einem Downburst unterscheiden kann.
Und es wird historisch und kurios: von einem verheerenden Sturm am Hallstätter See im Jahr 1822 bis zu einem Fußballpokal, den ein Tornado mitten auf einem Feld in Norditalien zurückgelassen hat.
Eine Folge über extreme Wetterereignisse, spannende Spurensuche und die Frage, was uns die Schäden über die wahre Kraft des Windes verraten.