Erdbeben im September 2026
Im September ereigneten sich in Österreich 15 fühlbare Erdbeben. Ihre Epizentren lagen überwiegend in Tirol, ein weiteres befand sich in Niederösterreich.
Am 2. September wurde nachts um 02:18 Uhr MESZ 4 km südlich von Oberwaltersdorf, Niederösterreich, ein Erdbeben der Magnitude 2,5 von der Bevölkerung verspürt (47,94°N, 16,32°O). Einige Personen erwachten und bemerkten ein leichtes Rütteln der Gebäude. Die Intensität erreichte im Epizentrum 3 bis 4 Grad auf der 12-stufigen Europäischen Makroseismischen Skala (EMS-98). Das Beben wurde im Umkreis von etwa 10 km wahrgenommen.
Zwei weitere Erdbeben ereigneten sich am 2. September im Gebiet südöstlich von Innsbruck. Sie wurden im Bereich zwischen Völs, Matrei am Brenner und Wattens verspürt. Das Epizentrum des Erdbebens um 02:27 Uhr MESZ lag bei Sistrans, Tirol (46,25°N, 11,46°O), jenes des Erdbebens um 17:26 Uhr MESZ lag 7 km südöstlich von Innsbruck, Tirol (46,22°N, 11,48°O). Bei einer Magnitude von 2,6 und 2,7 wurden sie von vielen Bewohnern deutlich verspürt. Personen spürten ein Zittern und bemerkten ein schwaches Rütteln des Gebäudes. Ein Grollen wurde vernommen, über klirrende Gläser berichtet und einige Personen reagierten beunruhigt. Insgesamt gingen beim Erdbebendienst für die beiden Beben rund 1000 Wahrnehmungsmeldungen aus der Bevölkerung ein. Die Intensität betrug für beide Beben jeweils 4 Grad auf der EMS-98.
Ein leichtes Erdbeben der Magnitude 1,5 wurde am 10. September um 00:46 Uhr MESZ bei Hall in Tirol (47,29°N, 11,52°O) lokalisiert. Es wurde ein schwaches Zittern von Personen in Ruhe wahrgenommen. Die Intensität betrug 3 Grad auf der EMS-98.
Im Raum Innsbruck wurde ein leichtes Erdbeben der Magnitude 1,9 am 14. September nachts um 02:09 Uhr MESZ schwach wahrgenommen. Das Epizentrum lag 7 km südöstlich von Innsbruck, Tirol (47,23°N, 11,47°O). Die Erschütterungen waren in einer Entfernung von bis zu 10 km spürbar. Die makroseismische Intensität erreichte 3 Grad auf der EMS-98.
Am 20. September ereignete sich um 15:00 Uhr MESZ ein leichtes Erdbeben der Magnitude 1,6 rund 3 km nördlich von Innsbruck, Tirol (47,30°N, 11,40°O). Die Erschütterungen wurden nur vereinzelt und sehr schwach verspürt. Die Intensität betrug 2 bis 3 Grad auf der EMS-98.
Ein leichtes Erdbeben der Magnitude 1,3 wurde am 24. September nachts um 00:09 Uhr MESZ bei Prutz, Tirol (47,09°N, 10,64°O) lokalisiert. Es wurde von einigen Personen in Ruhe als ein schwaches Zittern wahrgenommen und es wurde über ein Grollen berichtet. Die Intensität betrug 3 Grad auf der EMS-98.
Am 26. September morgens um 06:36 Uhr MESZ wurde im Raum Innsbruck ein leichtes Erdbeben der Magnitude 1,7 schwach wahrgenommen. Das Epizentrum lag 7 km südöstlich von Innsbruck, Tirol (47,24°N, 11,47°O). Die makroseismische Intensität erreichte 3 Grad auf der EMS-98.
Das stärkste Erdbeben des Monats ereignete sich am 26. September um 09:56 Uhr MESZ 7 km südöstlich von Innsbruck, Tirol (47,22°N, 11,48°O). Die Magnitude betrug 3,8 und die Erschütterungen wurden von zahlreichen Personen in einem Umkreis von rund 30 km wahrgenommen. Viele reagierten erschrocken auf die deutlich bis stark wahrnehmbaren Erschütterungen und bemerkten ein lautes Grollen. Einige wenige reagierten mit Angst. Kleine, wenig standfeste Gegenstände fielen um, kleinere Gegenstände oder Wandbilder verschoben sich und Holzwände oder Dachstühle knarrten. Zum Teil gerieten die Gebäude stark ins Rütteln, woraufhin einzelne Personen das Gebäude verließen. Vereinzelt wurden sehr leichte Schäden, darunter Haarrisse in Wänden und das Herabfallen kleiner Verputzteile, gemeldet. Zu diesem Beben wurden mehr als 1700 Wahrnehmungsberichte über das online-Formular oder die App QuakeWatch Austria an den Österreichischen Erdbebendienst gesendet. Die Intensität erreichte 5 Grad auf der 12-stufigen Europäischen Makroseismischen Skala (EMS-98). Dem Erdbeben folgten fünf von der Bevölkerung verspürten Nachbeben (siehe Tabelle). Sie wurden alle schwach wahrgenommen und erreichten eine Intensität von 3 Grad auf der EMS-98.
Übersicht der im September 2026 südöstlich von Innsbruck im Bundesland Tirol aufgetretenen und von der Bevölkerung verspürten Erdbeben (siehe untenstehende Liste):
Am 30. September ereignete sich um 18:15 Uhr MESZ bei Hall in Tirol (47,29°N, 11,52°O) ein leichtes Erdbeben der Magnitude 1,9, das für einige Personen als schwach wahrnehmbar war und von einem Grollen des Untergrundes begleitet wurde. Es wurde von einem Rütteln an den Fenstern berichtet. Die Intensität wurde mit 3 Grad (EMS-98) bewertet.
Auszug aus der Kurzform der 12-stufigen Europäischen Makroseismischen Skala 1998, basierend auf Mercalli-Sieberg.
- 2 Grad – Kaum fühlbar: Erschütterungen werden nur in einzelnen Fällen von Personen in völliger Ruhe in Gebäuden wahrgenommen.
- 3 Grad – Schwach fühlbar: Von wenigen Personen in Gebäuden wahrgenommen. Ruhende Personen empfinden ein leichtes Schaukeln oder Rütteln.
- 4 Grad – Deutlich fühlbar: In Gebäuden von vielen Personen und im Freien vereinzelt wahrgenommen. Einige Schlafende erwachen. Geschirr und Fenster klirren, Türen rütteln.
- 5 Grad – Stark fühlbar: In Gebäuden von den meisten Personen, im Freien von einigen wahrgenommen. Viele Schlafende erwachen. Einige Personen erschrecken. Gebäude werden insgesamt erschüttert. Hängende Gegenstände pendeln stark. Kleine Objekte werden verschoben. Türen und Fenster schlagen auf und zu. An wenigen, vor allem schadensanfälligen Gebäuden treten Haarrisse auf.
Weltzeit: Greenwich Mean Time = GMT bzw. UTC Die Daten für weltweite Erdbeben stammen von USGS oder EMSC M: Magnitude (logarithmische Energieskala) Angaben ohne Gewähr
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